Wenn die Magersucht zur Identität Deiner Tochter wird

Vielleicht spürst Du schon lange, dass es bei der Magersucht Deiner Tochter um viel mehr geht als nur ums Essen.
Vielleicht fühlst Du tief in Dir, dass Deine Tochter sich selbst irgendwo auf ihrem Weg verloren hat.
Viele an Magersucht erkrankte Töchter leben die Magersucht nicht einfach nur aus, sie leben sie als ihre Identität.
Die Krankheit wird zu etwas, worüber sie sich definieren können.
Sie gibt Halt, Sicherheit und vermittelt ihr das Gefühl, endlich jemand zu sein.
Und genau deshalb fühlt es sich für Deine Tochter so bedrohlich an, wenn jemand versucht, sie ihr wegzunehmen.
Denn das würde bedeuten, dass sie sich selbst verlieren wird.

Der Ursprung liegt früh in der Kindheit

Ein Kind entwickelt sein eigenes ICH nicht einfach von allein.
Es braucht dafür emotionale Sicherheit, echte Verbindung und das tiefe Gefühl:
„Ich darf so sein, wie ich bin.“ Es braucht Menschen, die seine Gefühle wahrnehmen, verstehen und liebevoll begleiten. Das nennt man emotionale Resonanz.
Das bedeutet, dass es mit seinem inneren Erleben gesehen wird.
Dass es jemanden gibt, der spürt: „Du bist traurig. “Du hast Angst.“ „Du bist verletzt.“ oder
„Du freust Dich.“
Und dass diese Gefühle nicht weggeschoben, bewertet oder korrigiert werden, sondern dass sie sein dürfen.
Wenn ein Kind diese Erfahrung machen darf, entsteht ein inneres Gefühl von Sicherheit.
Es lernt: „Ich bin ok.“ „Ich bin richtig, so wie ich bin.“
„Ich darf ich selbst sein.“
Fehlt diese emotionale Resonanz jedoch über längere Zeit, beginnt ein Kind, sich immer mehr von sich selbst zu entfernen.
Es passt sich an, funktioniert, versucht stark zu sein oder Erwartungen zu erfüllen. Es bringt Höchstleistungen im Sport oder in der Schule.
Doch dabei verliert es langsam und fast unmerklich den Kontakt zu seinen eigenen Gefühlen und Bedürfnissen.

Die Funktion der Magersucht

Viele Töchter, die später an Magersucht erkranken, wissen irgendwann gar nicht mehr, wer sie eigentlich wirklich sind.
Sie fühlen sich innerlich leer, orientierungslos und nicht gut genug. Genau dort beginnt die Magersucht ihre Funktion zu übernehmen.
Plötzlich gibt es Regeln, Kontrolle und Struktur.
Sodass durch die Krankheit Gefühle von Stärke, Disziplin und Sicherheit vermittelt werden.
Die Magersucht gibt Deiner Tochter etwas, woran sie sich festhalten kann. Sie wird dadurch unbewusst zu einem Ersatz für das eigene fehlende Selbst. Deshalb reicht es nicht aus, nur das Essverhalten zu verändern.

Es geht um viel, viel mehr

Ich habe 6 Jahre gebraucht, bis ich das alles verstanden habe und mich wirklich in dem wiedererkennen konnte. Anfangs dachte ich noch, dass es bei uns anders sein muss. Ich wollte es nicht glauben. Doch bei tieferer Betrachtung habe ich erkannt, dass auch unsere Tochter keine emotionale Resonanz erfahren konnte. Ich war gar nicht in der Lage, weil ich selbst nie so angenommen wurde, wie ich war. Ich selbst war angepasst und orientierte mich stets an äußeren Umständen. Ich wusste selbst nicht, wer ich tief in mir bin.


Auch deine Tochter darf langsam wieder lernen, sich selbst zu spüren.
Eigene Gefühle wahrzunehmen. Bedürfnisse zu erkennen. Grenzen zu fühlen.
Um irgendwann, vielleicht zum ersten Mal, wirklich zu erleben:
„Wer bin ich eigentlich?“

Dieser Weg braucht Zeit, Liebe und einen sicheren Raum

Und vielleicht spürst auch Du beim Lesen, dass nicht nur Deine Tochter erschöpft ist, sondern auch Du selbst.
Vielleicht hast Du über Jahre nur noch funktioniert, kontrolliert, ausgehalten und gekämpft.
Vielleicht hast Du Dich auch selbst dabei völlig verloren.
Ich weiß genau, wie sich das anfühlt.
Ich kenne diese Angst um das eigene Kind. Diese Hilflosigkeit. Dieses ständige Gefühl, retten zu müssen. Ich durfte jedoch auch gleichzeitig erleben, dass Heilung möglich wird, wenn wieder echte Verbindung zu sich selbst und zum eigenen Kind entsteht.
Wenn Druck, Kontrolle und Kampf langsam weichen dürfen und jede für sich Schritt für Schritt zu sich selbst findet.


Wenn Du auch diesen Weg gehen willst. Wenn Du auch Druck, Kontrolle und Angst loslassen willst, dann melde Dich bei mir. Du musst diesen Weg nicht allein gehen. Ich begleite Dich sehr gerne. Wenn Du magst, schreibe mir gerne über die Kommentarfunktion oder vereinbare direkt einen Termin zu einem kostenfreien Telefongespräch mit mir persönlich. Oder werde Teil meiner Facebookgruppe. Facebookgruppe für Mütter mit einer an Magersucht erkrankten Tochter


Ich freu mich auf Dich
Herzlichst Michaela

 

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